Lexikon

A

Antitranspirant

Ein Antitranspirant hemmt durch seine Wirkstoffe die Schweißbildung unter den Achselhöhlen. Oft wird hier Aluminium Zirconium verwendet, das die Schweißdrüsen temporär verengt und so die Schweißbildung hemmt.

Apokriner Schweiß

Apokrine Schweißdrüsen geben regulieren nicht wie ekkrine Schweißdrüsen die Körpertemperatur. Ihre Aufgabe besteht stattdessen darin, Duftstoffe abzugeben. Diese Duftstoffe dienen als Sexual-Lockstoff, zum Auffinden der milchspendenen Brustwarze oder im Fall von Tieren zur Reviermarkierung.
B

Bromhidrose

Diese Fehlfunktion betrifft meistens die apokrinen Schweißdrüsen, die für die Duftstoffe im Schweiß zuständig sind. Die Folge ist ein markanter Schweißgeruch. Diese Fehlfunktion tritt oft in der Pubertät auf, wenn die Schweißdrüsen sich auf Sexualduftstoffe umstellen. Auch hier gibt es Therapieformen, die Betroffenen weiterhelfen.
D

Drei Arten zu schwitzen

Die wichtigste Funktion ist das thermische Schwitzen, da hier bei erhöhter Köpertemperatur durch Bewegung oder heiße Außentemperaturen Haut und Körper durch das Schwitzen abgekühlt wird.
Emotionales Schwitzen entsteht durch psychische Beanspruchungen wie Stress oder Angst und hatte in der Vorzeit eine Signalwirkung, ähnlich wie bei Tieren heutzutage.
Eine weitere Art ist das gustatorische Schwitzen, das beim Geschmack von Essen und Getränken auftreten kann, aber oft eine Störung der Schwitzfunktion ist.
E

Ekkriner Schweiß

Statt der Duftfunktion apokriner Schweißdrüsen regulieren ekkrine Schweißdrüsen die Körpertemperatur. Das heißt, dass die 2 bis 4 Millionen Schweißdrüsen über Flüssigkeitsabgabe die Haut benetzen und sie durch Verdunstung abkühlen. Bei Funktionsstörungen der Niere können ekkrine Schweißdrüsen auch rudimentäre Entgiftungsaufgaben übernehmen.
G

Geruch

Entgegen langläufiger Meinung ist frischer Schweiß geruchlos, da er zu 99% aus Wasser besteht. Schweißgeruch entsteht erst dadurch, wenn er länger auf der Haut bleibt und so von Bakterien zersetzt wird. Jeder Mensch hat hier seine eigene Note, was in früheren Zeiten, als Menschen weniger über Sprache als mit Geruch kommunizierten eine sehr wichtige Funktion war. 
Heutzutage ist diese Funktion störend. Deo schafft hier die Möglichkeit dem entgegen zu wirken. Wichtig ist zu wissen, dass Deo am besten auf frisch gewaschener Haut aufgetragen wird, da so die Schweißbildung besser gehemmt wird.
H

Hyperhidrose

Dieses weit verbreitete Krankheitsbild beschreibt die fehlerhafte Temperaturregulierung des Körpers, die starkes Schwitzen verursachen kann, wenn der Körper Anstrengungen oder heißen Außentemperaturen ausgeliefert ist. Was im Prinzip eine normale Körperreaktion ist, stellt sich bei Patienten mit Hyperhidrose eine übermäßige Schweißbildung ein, die an Achseln, Händen und Füßen auftritt und bei der Regulieren der Körpertemperatur wenig hilft. Gegen dieses übermäßige Schwitzen gibt es allerdings wirkungsvolle Therapiemöglichkeiten, die Betroffenen Abhilfe schaffen können.
K

Kalter Schweiß

Kalter Schweiß kann viele Ursachen haben, allerdings rührt in keinem Fall von der Regulierung der Körpertemperatur her. Häufige Ursache sind Krankheiten oder Kreislaufprobleme. Ursache für die Kälte des Schweißes ist, dass in kritischen Situationen das Blut im Inneren des Körpers gehalten wird und die Haut damit abkühlt. Der Schweiß fühlt deswegen kälter an, da die Haut generell in diesem Zustand kälter ist.
P

Problemzonen

Interessant ist, dass die Achselhöhlen nur 1% aller Schweißdrüsen aufweisen. Das heißt, dass hier nicht mehr Schweiß entsteht, als an den meisten anderen Körperregionen. Der Grund, warum hier schnell unangenehmer Geruch entstehen kann, ist die eingeschränkte Verdunstungsmöglichkeit in den Achselhöhlen. Das bedeutet, dass der Abbau durch Bakterien begünstigt wird und so die Geruchsbildung beschleunigt. Das macht die Achselhöhlen zu einer Problemzone.
T

Textilien

Die Wahl der Garderobe ist einer der entscheidenden Faktoren, was Schweißbildung betrifft. Generell sollte darauf geachtet werden, dass die Kleidung locker und luftig sein sollte, um Wärmestaus zu vermeiden. Auch sollte auf synthetische Fasern so gut wie möglich verzichtet werden, da diese generell schlechtere Atmungsfähigkeiten aufweisen. Das heißt, Baumwolltextilien (beziehungsweise Lederschuhe) sind vorzuziehen, wenn man die eigene Schweißbildung besser regulieren möchte.
V

Verlust von Elektrolyten

Ein Problem, das bei starkem und langem Schwitzen auftreten kann und nicht vernachlässigt werden sollte. Denn wenn dem Körper Elektrolyten fehlen, ist die Versorgung wichtiger Nährstoffe im Körper gestört. Krämpfe, Übelkeit und Kreislaufprobleme sind dann die Folge. Deswegen sollte genau darauf geachtet werden, dass nach starkem Schwitzen der eigene Elektrolythaushalt wieder aufgefüllt wird. In schweren Fällen kann hier zu Präparaten gegriffen werden. Meistens ist es ausreichend, etwas Obst zu essen und genügend Mineralwasser zu trinken um kleine Verluste an Elektrolyten auszugleichen. 
W

Wechelsjahre

Frauen in den Wechseljahren haben oft das Problem von Hitzewallungen, die zu erhöhter Schweißbildung führen können. Verantwortlich hierfür sind Schwankungen des Hormonspiegels, die im Zuge der Wechseljahre vorkommen können. Durch den Abfall des Östrogenspiegels wird das Temperaturzentrum angeregt, das irrtümlich eine Überhitzung feststellt und mit Adrenalin und Schweißausbruch reagiert.
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